Das Google Ads-Kontaktformular hilft Ihnen, die Kontaktdaten potenzieller Kunden direkt aus Textanzeigen zu erhalten. Vorerst wurde diese Lösung in fast 60 Ländern in der Beta eingeführt. Es richtet sich nur an Benutzer von mobilen Geräten, sowohl an Benutzer mit Android als auch an iOS.
Es ist schwer, nicht den Eindruck zu bekommen, dass Google die zuvor auf Facebook eingeführte Lösung modelliert hat. Facebook Lead Ads funktionieren sehr ähnlich, sie haben auch eine identische Rolle - potenzielle Kunden direkt zum Werbetreibenden zu führen. Interessanterweise betont Google, dass die Daten, die Unternehmen im Rahmen des Kontaktformulars für Google Ads zur Verfügung gestellt werden, nicht zur Personalisierung der angezeigten Anzeigen verwendet werden.
Die Anforderungen von Google
Der Mountain View-Riese stellt eine Reihe von Anforderungen an Werbetreibende, die die neue Erweiterung nutzen möchten.
- Erstens sollte das Formular die Datenschutzrichtlinie des Unternehmens enthalten, damit die Kunden es lesen können, bevor sie ihre persönlichen Daten angeben.
- Zweitens werden die Kontaktinformationen potenzieller Kunden nach 30 Tagen automatisch gelöscht, daher sollten Sie sie regelmäßig kopieren, damit Sie nichts verlieren. Kontakte können in eine CSV-Datei exportiert werden.
- Der Name des Unternehmens im Kontaktformular darf nicht irreführend, unleserlich oder mit Werbeinhalten (z. B. einem CTA) versehen sein.
- Es ist nicht erlaubt, das formular zu verwenden, um sexuelle inhalte oder eine im zusammenhang mit drogen, alkohol, glücksspiel, gesundheitsfürsorge und politik zu fördern.
- Die Informationen in den Anzeigen müssen korrekt sein, und die Produkte und Dienstleistungen selbst müssen im Angebot des Unternehmens verfügbar sein.
Insbesondere bietet die Suchmaschine die Möglichkeit, das Kontaktformular in das CRM-System des Werbetreibenden zu integrieren. Dies geschieht über einen Webhook (eine API, die Kontaktdaten von Google-Formularen in Echtzeit an CRM sendet). Detaillierte Anweisungen zum Verbinden von CRM mit einem Webhook finden Sie hier.
Wirksamkeit der Messformen
Es sollte beachtet werden, dass Kontaktformulare nicht als eigenständige, separate Anzeigen funktionieren, sondern nur als Erweiterung bestehender Textanzeigen. Daher ändern sich die Targeting- und Gebotseinstellungen nicht.
Jedes Mal, wenn ein potenzieller Kunde ein Kontaktformular öffnet, Google wird es als Lead zählen. Jedes Mal, wenn der Kunde seine Daten eingibt, werden diese als Conversion gezählt. Das Einreichen ausgefüllter Formulare von potenziellen Kunden ist die einzige Art der Konvertierung, die dem Formular zugewiesen wird. Andere Konvertierungsaktionen werden nicht gemeldet, wenn potenzielle Kunden auf die Formularerweiterung klicken. Wenn beispielsweise jemand auf Ihr Bestellformular geklickt und später etwas auf Ihrer Website gekauft hat, wird die Umwandlung nicht dem Formular zugeschrieben. Darüber hinaus sind diese Conversions in Google Analytics nicht sichtbar.
Benutzer können die Effektivität von Klicks und Conversions jederzeit überprüfen, indem sie den Performance-Bericht einfach nach „Klicks“ und „Conversion-Typ“ filtern.
Wie richte ich ein Kontaktformular in Ihren Kampagnen ein?
Google hat eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung vorbereitet, es ist Hier verfügbar. In den Kampagneneinstellungen, der Liste "Ad extensions", können Sie die Option "Contact form extension" auswählen. In den nächsten Schritten konfigurieren Sie die Einstellungen und Parameter des Formulars, einschließlich des CTA (mögliche Optionen sind z.B. weitere Informationen, überprüfen Sie den Preis, senden Sie eine Bewerbung, kontaktieren Sie, registrieren Sie sich, buchen Sie jetzt) und geben Sie den Erweiterungstext ein. Interessanterweise, Der CTA wird automatisch in die Sprache des Empfängers übersetzt, während der Erweiterungstext dies nicht tut.
Fügen Sie in den nächsten Schritten den Firmennamen hinzu, bilden Sie den Header und die Beschreibung. Dann müssen Sie die Art der Daten angeben, die Sie vom potenziellen Kunden erhalten möchten (Sie müssen nur eine Option angeben, z. B. E-Mail-Adresse). Vorsicht! Es wird nicht möglich sein, diese Daten zu bearbeiten, also sollten Sie darüber nachdenken Welche Informationen Ihnen wichtig sind. Es ist auch möglich, ein Foto im Hintergrund des Formulars einzubetten. Das Bild muss den Google Ads-Standards entsprechen und die Grafiken können nicht verwischt werden.
Der letzte Schritt vor der Annahme des Formulars besteht darin, den Inhalt der Nachricht vorzubereiten, die bestätigt, dass das Formular gesendet wurde.
Ein Schritt in die richtige Richtung?
Google ist seit langem bestrebt, seinen Nutzern so viele Möglichkeiten und Annehmlichkeiten wie möglich zu bieten, ohne die Suchmaschine zu verlassen. Dies ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Da es sich bei Formularen um eine relativ neue Lösung handelt (interessanterweise fanden bereits 2010 die ersten Tests einer ähnlichen Lösung statt), ist es derzeit schwierig zu beurteilen, wie erfolgreich sie sein werden.
Ein großer Teil der Kunden ist möglicherweise besorgt über die Sicherheit der von ihnen bereitgestellten Kontaktdaten, und auf der anderen Seite ist es eine schnelle und bequeme Möglichkeit, ihr Interesse an einem bestimmten Produkt oder einer bestimmten Dienstleistung auszudrücken. Sicherlich sollten Werbetreibende, die sich auf Online-Anfragen von Kunden konzentrieren, Kontaktformulare testen und ihre Wirksamkeit bewerten.



